Marken haben in unserer heutigen konsumorientierten Welt eine immense Bedeutung. Einerseits repräsentieren sie die Geschichte und den Anspruch eines Unternehmens, andererseits dienen sie dem Konsumenten als Richtschnur bei der Kaufentscheidung. Rund 50.000 Marken werden derzeit alleine in Deutschland beworben.
Doch diese ungeheure Anzahl von Labels und Logos hat auch ihre Kehrseite: eine professionelle Beschäftigung mit Marken war bislang sehr mühsam. Abhilfe verspricht jetzt ein neues Nachschlagewerk aus dem renommierten Gabler-Verlag. Das "Deutsche Markenlexikon" ist laut Verlagsinformation "die erste nach enzyklopädischen Prinzipien herausgegebene Gesamtdarstellung der wichtigsten rund 1.500 Marken aus den Bereichen Konsum- und Investitionsgüter sowie Dienstleistungen".
Bemerkenswert ist der Aufwand, mit dem das Buch produziert wurde: 12 Monate reine redaktionelle Herstellungszeit wurden investiert, ein Team aus über 40 Autoren, Redakteuren und Lektoren mit der Fertigstellung betraut. Herausgekommen ist eine Sammlung von lexikalisch formulierten Beiträgen, die inhaltlich weit über die Qualität werbewirksamer Pressetexte hinausreichen. So finden neben wesentlichen Daten, Fakten und Kennzahlen, auch Hinweise auf Ursprung und Erfolgsstory der jeweiligen Marke ihren Platz. Zahlreiche Abbildungen sowie kurze Anekdoten und unterhaltsame Informationen – in den Beiträgen visuell hervorgehoben – machen das Buch nicht nur zu einer informativen, sondern auch interessanten Lektüre.
Entsprechend weit zu fassen ist der Adressatenkreis des "Deutschen Markenlexikons". Seinen nützlichen Dienst dürfte es nicht nur in Marketingabteilungen und Agenturen tun, auch Fachjournalisten finden in dem Nachschlagewerk eine verlässliche Informationsquelle.
Fazit: Das "Deutsche Markenlexikon" kann seinem hohen Anspruch, ein "Brockhaus der Marken" zu sein, weitgehend gerecht werden. Besonders positiv hervorzuheben ist die Sorgfalt, mit der das Buch ausgearbeitet und umgesetzt wurde.















